Demokratie unter der Lupe in KI und 3D

Wir – das Team des MPZ LKL – haben uns bemüht, aufzuzeigen, wie auch scheinbar „trockener“ Unterrichtsstoff wie z.B. Demokratie abwechslungsreich und unterhaltsam aufbereitet werden kann.

Dazu haben wir verschiedene künstliche Intelligenzen verwendet:

-Bei Perplexity wurde die inhaltliche Gestaltung als Grundgerüst in Auftrag gegeben, deutlich gekürzt (!) und anhand der Quellangaben wurden die Informationen überprüft. Ein „eher lockerer Stil“ wurde in den Prompt aufgenommen.

-Mit der grafischen KI von Google-Labs/Flow wurden zu den Inhalten comic-ähnliche Illustrationen erzeugt.

-Mit der umfassende AI-First-Übersetzungsplattform DeepL wurden englische Textpassagen in Deutsch übersetzt.

-Die Multiple-Choice-Abfragen wurden von Perplexity anhand des generierten Inhaltes gleich mit erstellt und auf MeSax mit dem H5P-Medienportal in H5P-Abfragen überführt.

-Letztendlich wurde das gesamte Dokument mit thematisch passenden 3D-Szenen von Sketchfab aufgelockert.

Wir hoffen, dass wir damit Anregungen geben können, Inhalte nicht nur „informativ“, sondern auch „leicht verdaulich“ aufzubereiten!

P.S.: Unter LArS.nrw – Lehrer*innenbildung mit Animationsvideos realer Politikstunden kann man weitere Ideen zur Demokratie finden.



Die „Akademie“ war die philosophische Schule, die 387 v. Chr. in Athen vom Philosophen Platon in der Nähe des Heiligtums des Helden Akademos südöstlich des heutigen Stadtteils Kolonos gegründet wurde. Nach neun Jahrhunderten ihres Bestehens wurde die Schule 529 n. Chr. durch ein kaiserliches Dekret geschlossen, das die Lehre der Philosophie verbot. Im modernen Griechenland gab es wiederholt Versuche, doch erst 1926 wurde die Akademie von Athen nach dem Vorbild der europäischen Akademien gegründet. Seitdem ist sie ununterbrochen tätig.

Einleitung: Demokratie – mehr als nur Wählen gehen

Klingt Demokratie für euch nach Wahlplakaten, Diskussionen im Fernsehen und manchmal auch nach ziemlich viel Langeweile? Eigentlich geht es aber um etwas ziemlich wichtiges: Wer hat Macht, wer entscheidet und wie kannst du mitreden?
In diesem Blogbeitrag reisen wir von Athen in der Antike bis zu heutigen KI-Wahl-o-maten und schauen, wie stabil unsere Demokratie wirklich ist.


Kapitel 1: Was ist überhaupt Demokratie?

Demokratie ist eine Staatsform, in der die Macht vom Volk ausgeht – nicht von einer Königin oder einem König, einer Diktatorin oder einem Diktator oder einer kleinen Elite.
Das funktioniert entweder direkt, wenn Menschen selbst über Sachfragen abstimmen, oder indirekt, wenn sie Vertreterinnen und Vertreter in ein Parlament wählen, die dann für sie entscheiden

Damit das fair läuft, gibt es ein paar Grundprinzipien:

  • Freie und faire Wahlen: in regelmäßigen Abständen wird entschieden, wer regiert – aber eben nur auf Zeit.
  • Rechtsstaatlichkeit: Alle sind vor dem Gesetz gleich, und der Staat darf nicht einfach tun, was er will.
  • Gewaltenteilung: Parlament (Legislative), Regierung (Exekutive) und Gerichte (Judikative) kontrollieren sich gegenseitig, damit niemand zu mächtig wird
  • Grund- und Menschenrechte: Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit sind geschützt, und Minderheiten haben Rechte – auch wenn sie nicht die Mehrheit sind.

Es gibt verschiedene Arten von Demokratie: In repräsentativen Demokratien wie Deutschland wählen Bürger Abgeordnete, die dann im Parlament über Gesetze abstimmen, während in Systemen mit starker direkter Demokratie – wie in der Schweiz – das Volk auch direkt über Gesetze abstimmen kann.



Kapitel 2: Athen – die Wiege der Demokratie

Die Idee der Demokratie ist nicht einfach in einem modernen Konferenzraum entstanden, sondern in der antiken Stadt Athen im 5. Jahrhundert vor Christus.
Damals herrschten zunächst Adelige. Soziale Spannungen und Ungleichheit führten aber dazu, dass Reformen nötig wurden – ein klassischer „Patch“ fürs politische System.

Wichtige “Updates”:

  • Solon (um 594 v. Chr.) schaffte die Schuldknechtschaft ab und öffnete politische Beteiligung für mehr Menschen
  • Kleisthenes (um 508 v. Chr.), oft „Vater der Demokratie“ genannt, schwächte die Macht der Adelsfamilien und gab Bürgern mehr Einfluss
  • In der Volksversammlung (Ekklesia) konnten freie männliche Bürger direkt über Gesetze abstimmen; der Rat der 500 bereitete Entscheidungen vor

Die athenische Demokratie war also eine direkte Demokratie – aber bei weitem nicht perfekt: Frauen, Sklaven und Zugewanderte waren von politischer Teilhabe ausgeschlossen.
Trotzdem entstand hier der Grundgedanke: Politik ist keine Sache von Königen, sondern etwas, woran Bürger beteiligt sind und diese Idee wirkte weit in die Geschichte hinein.

Später griff die römische Republik Elemente wie Volksversammlungen und einen Senat auf, die als Vorläufer moderner Parlamente gelten und in der Neuzeit wurden diese Ideen in Aufklärung, amerikanischer Unabhängigkeitserklärung und Französischer Revolution weiterentwickelt.
Heute dominiert die repräsentative Demokratie, in der Parlamente Gesetze beschließen und Gewaltenteilung sowie Grundrechte verfassungsrechtlich abgesichert sind – das ist sozusagen die „Version 3.0“ der antiken Idee!



Kapitel 3: Wie resilient ist unsere Demokratie?

Heute stehen Demokratien weltweit unter Druck: Seit etwa 2008 stellen Forscher fest, dass die Qualität vieler politischer Systeme Schritt für Schritt nachlässt – auch in etablierten Demokratien.
Man sieht Demokratieverluste in Ländern wie Ungarn, Polen, Brasilien oder auch in den USA, aber oft handelt es sich eher um schleichende Erosion als um einen plötzlichen Zusammenbruch.

Statt nur von „Krise“ zu sprechen, schauen Politikwissenschaftler deshalb auf ein anderes Konzept: Resilienz.
Demokratische Resilienz ist die Fähigkeit eines demokratischen Systems, äußere Krisen und innere Probleme zu verkraften, sich anzupassen und trotzdem demokratisch zu bleiben – also ohne in eine Diktatur abzurutschen oder Grundprinzipien wie Wahlen und Rechtsstaatlichkeit aufzugeben.

Dabei spielen verschiedene Ebenen eine Rolle:

  • Konstitutionelle Gewalten: Exekutive, Legislative und Judikative müssen auch in Krisen im Gleichgewicht bleiben – in der Corona-Pandemie etwa zog die Regierung viele Entscheidungen auf sich, Gerichte setzten aber auch Grenzen.
  • Parteien und Parteiensystem: Wahlen in Deutschland haben eine relativ hohe Beteiligung, aber rechtspopulistische Parteien wie die AfD zeigen, dass viele mit der Repräsentation unzufrieden sind; Demokratien müssen ihre „Lernfähigkeit“ nutzen, statt nur Verbote zu diskutieren.
  • Zivilgesellschaft: NGOs, Vereine und Bürgerbewegungen können als „watchdogs“ und durch große Demonstrationen Demokratie verteidigen, wie etwa Proteste gegen rechtsextreme Netzwerke zeigen.
  • Politische Gemeinschaft: In einer diversen Gesellschaft braucht es soziale Gerechtigkeit und ein Gefühl, dazuzugehören – sonst droht Spaltung in Gruppen, die sich nur noch in ihren eigenen Bubbles bewegen.

Resiliente Demokratien müssen außerdem drei Dinge gut können: die Zukunft verstehen, Probleme lösen und fair entscheiden – etwa bei Themen wie Klima, Migration oder sozialer Ungleichheit, deren Kosten oft die sozial Schwächeren tragen.
Für Deutschland gilt: Es gehört seit Jahren zu den am besten bewerteten Demokratien weltweit, mit 75 Jahren Grundgesetz, einer starken Wirtschaft und einer aktiven Zivilgesellschaft – die Ressourcen für eine widerstandsfähige Demokratie sind vorhanden, aber sie müssen klug genutzt werden.



Vor 33 Jahren wurde die Göttin der Demokratie erstmals auf dem Platz des Himmlischen Friedens errichtet, um die Moral der prodemokratischen Demonstranten zu stärken. Die Statue wurde umgehend von der Regierung zerstört, ebenso wie das Leben so vieler Studenten, die für die Freiheit kämpften.

Das brutale Regime, das dafür verantwortlich ist, herrscht jedoch auch heute noch über China, doch wie die ursprünglichen Schöpfer der Göttin erklärten: „… als Symbol der Herzen des Volkes ist sie göttlich und unantastbar … Errichtet die Statue der Göttin der Demokratie in euren Millionen von Herzen! Es lebe das Volk! Es lebe die Freiheit! Es lebe die Demokratie!“


Das Republikdenkmal in Wien erinnert an die Ausrufung der Republik Deutsch-Österreich am 12. November 1918. Das Denkmal besteht aus Büsten der drei Sozialdemokraten Jakob Reumann, Victor Adler und Ferdinand Hanusch, die jeweils auf einem Sockel dargestellt sind. Hinter ihnen befinden sich drei vertikale rechteckige Granitblöcke, auf denen ein vierter Block horizontal aufliegt. Auf diesen Blöcken ist die Inschrift „Zum Gedenken an die Gründung der Republik am 12. November 1918“ zu lesen. Das Denkmal wurde unter Bürgermeister Karl Seitz errichtet und am 12. November 1928, dem zehnten Jahrestag der Ausrufung der Republik Deutsch-Österreich, enthüllt. Aufgrund seines eindeutigen Bezugs zur Sozialdemokratie wurde es im Zuge der Beseitigung der Demokratie und der Errichtung des austrofaschistischen Regimes im Jahr 1934 zerstört. Es wurde 1948 zum 30. Jahrestag der Gründung der Republik wieder aufgebaut.




Abschluss: Und du?

Demokratie ist kein „fertiges Produkt“, sondern eher wie ein dauerhaft laufendes Projekt mit regelmäßigen Updates – von Athen über die Revolutionen der Neuzeit bis zu heutigen Debatten über Populismus und Krisenpolitik.
Ob dieses Projekt stabil bleibt, hängt nicht nur von Regierungen ab, sondern auch davon, wie aktiv Bürgerinnen und Bürger sind, wie sie sich informieren und ob sie bereit sind, sich einzumischen – online, in der Schule, auf der Straße oder bei der nächsten Wahl.

Ach ja – wie war das mit KI und Demokratie?

Das aktuelle CDU-Programm hat 81 Seiten, das der Grünen 72 Seiten und das der AfD sogar 85 Seiten! Wer soll das lesen und sich dann zu einer informierten Wahlentscheidung durchringen? Hier bieten sich KI-Tools als Alternativen zu Wahl-O-Mat und Co an. Ohne sich die Wahlprogramme von einer KI zusammenfassen zu lassen kann man hier sofort bei der Entscheidung für eine der Thesen die KI fragen was damit gemeint ist und welche Stellung verschiedene Parteien dazu haben. So kann die KI bei der Wahlentscheidung unterstützend wirksam werden – aber aufgepasst! Wie wir unter dem Punkt „Wie resilient ist unsere Demokratie?“ erfahren haben nutzen politische Lager genau solche Internetseiten.

KI-Tool 1: https://wahl.chat/

KI-Tool 2: https://real-o-mat.de/

Also Gehirn einschalten und nicht blind den Vorschlägen der KI vertrauen!


Und nun – möchtest Du dich für Demokratie stark machen, bevor die Demokratie-Raupen die Demokratie zugrunde gerichtet haben?!



Das Mount Rushmore National Memorial liegt in den Black Hills nahe Keystone, South Dakota, und ist ein Zeugnis künstlerischer Meisterschaft und historischer Bedeutung. Dieses ikonische Nationaldenkmal umfasst die gewaltige Skulptur, bekannt als „Schrein der Demokratie“, die kunstvoll in die Granitwand des Mount Rushmore gemeißelt ist. Der brillante Kopf hinter diesem Meisterwerk ist der Bildhauer Gutzon Borglum, der das Projekt von 1927 bis 1941 akribisch entwarf und dessen Ausführung beaufsichtigte. Bei dieser monumentalen Aufgabe stand ihm sein Sohn Lincoln Borglum zur Seite.