Plattentektonik Station 3 – Plattengrenzen

Wenn die Bewegung der Platten mit den Bewegungen anderer Platten interagieren, dann bilden sich divergente Plattengrenzen oder konvergente Plattengrenzen. Außerdem gibt es konservative Plattengrenzen, wenn Platten seitlich aneinander „vorbeigleiten“.

Im unteren Bild findet man jeweils ein real existierendes Beispiel für diese Plattengrenzen:

Was passiert in diesen Fällen?


Fall 1: divergente Plattengrenzen

An divergenten Plattengrenzen bewegen sich zwei Erdplatten voneinander weg. Dabei steigt Magma aus dem oberen Mantel nach oben, erstarrt und bildet neue ozeanische Kruste; das nennt man Seafloor-Spreading (oder auch Ozeanboden-Verbreiterung). Typische Phänomene sind mittelozeanische Rücken, Riftzonen auf dem Kontinent, Vulkanismus und häufig auch schwächere Erdbeben. Ein gutes Beispiel ist der Mittelatlantische Rücken, an dem sich der Meeresboden langsam neu aufbaut, oder der Ostafrikanische Graben, in dem ein Kontinent langfristig auseinanderbrechen kann.

Kurz erklärt:

  • Die Platten driften auseinander.
  • Magma füllt die entstehende Lücke.
  • Es entsteht neue Kruste.
  • Dadurch bilden sich Rücken, Gräben und Vulkane.

Fall 2: konvergente Plattengrenzen

An konvergenten Plattengrenzen bewegen sich zwei Erdplatten aufeinander zu. Dabei kann die dichtere ozeanische Platte unter eine andere Platte abtauchen; das nennt man Subduktion. Typische Folgen sind Tiefseegräben, Vulkane, starke Erdbeben und bei Kollision zweier Kontinente die Bildung von Gebirgen. Ein bekanntes Beispiel sind die Alpen, die durch das Zusammenstoßen von Platten entstanden sind.

Bei ozeanischen Platten kommt es meist zur Subduktion!

Bei kontinentalen Platten kommt es meist zur Gebirgsbildung!

Kurz erklärt:

  • Die Platten bewegen sich aufeinander zu.
  • Eine Platte taucht oft unter die andere ab.
  • Dabei entstehen Druck, Hitze und Magma.
  • So bilden sich Tiefseegräben, Vulkane, Erdbeben und Gebirge.

Fall 3: konservative Plattengrenzen

An konservativen Plattengrenzen gleiten zwei Erdplatten seitlich aneinander vorbei. Dabei wird weder neue Kruste gebildet noch alte Kruste vernichtet; die Platten verhaken sich aber oft und bauen dabei Spannungen auf. Wenn sich diese Spannungen ruckartig lösen, entstehen häufig Erdbeben. Ein typisches Merkmal ist also vor allem die seismische Aktivität, während Vulkanismus dort kaum eine Rolle spielt.

Kurz erklärt:

  • Spannungen lösen sich oft plötzlich und verursachen Erdbeben.
  • Die Platten bewegen sich seitlich vorbei.
  • Es entsteht keine neue Kruste.
  • Es verschwindet keine Kruste.

Quiz zur Plattentektonik II:

Weißt du nun, wie der schwarze Cryptex zu öffnen ist?


Fazit:

Der Globus wie wir ihn kennen verändert sich stetig – und das mit teils dramatischen Folgen. Erdbeben, Vulkane und Tsunamis können die Resultate davon sein!

Das alles zusammen erklärt, warum es gerade an den Plattengrenzen immer wieder zu Erdbeben und vulkanischen Aktivitäten kommt: